{"article":{"id":1111,"title":"Sittsamkeit","slug":"sittsamkeit","word":"\/uploads\/articles\/de-Modesty.docx","pdf":"\/uploads\/articles\/de-Modesty.pdf","mime_type":null,"type":"node","path":"\/nodes\/view\/type:article\/slug:sittsamkeit","hint":"","body":"<h1 style=\"text-align: center;\"><span>Sittsamkeit<\/span><\/h1>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\"><strong><img style=\"display: block; margin-left: auto; margin-right: auto;\" src=\"http:\/\/www.islamreligion.com\/articles\/images\/Modesty_(part_1_of_3)_001.jpg\" alt=\"\" \/><\/strong><\/span><\/p>\r\n<h1 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\">(teil 1 von 3): Eine &Uuml;bersicht<\/span><\/h1>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\">Sittsamkeit und Schamhaftigkeit spielen eine besondere Rolle zwischen den Angelegenheiten des Sch&ouml;pfers und der Gesch&ouml;pfe. &nbsp;Alle Propheten und Gesandten forderten Schamhaftigkeit, wie der Prophet, Gottes Segen und Frieden seien auf ihm, sagte:&nbsp;<\/span><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\"><strong>&ldquo;Wahrlich, von den Lehren der ersten Propheten, die uns erreichten, war: &acute;Wenn ihr keine Scham habt, dann tut, was ihr wollt.&rdquo; (<em>Al-Bukhari<\/em>)<\/strong><\/span><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\">Sittsamkeit im Sinne von Scham oder Bescheidenheit bei Menschen ist ein Zur&uuml;ckschrecken der Seele vor schlechtem Verhalten, eine Eigenschaft, die einen davon abh&auml;lt, sich gegen&uuml;ber anderen schlecht zu benehmen oder andere zu ermutigen, sich dir gegen&uuml;ber schlecht zu benehmen. &nbsp;Nach den islamischen Sitten ist Sittsamkeit mehr als wie eine Person sich bekleidet und mehr als nur Sittsamkeit vor den Menschen; sie spiegelt sich eher in der Sprache, Kleidung und Verhalten des Muslim wieder: &ouml;ffentlich unter den Blicken der Menschen und privat vor Gott.&nbsp; Jede Unterhaltung &uuml;ber Sittsamkeit muss daher mit dem Herzen beginnen, nicht mit dem Rocksaum, denn, wie der Prophet der Gnade sagte:<strong>&lsquo;Schamhaftigkeit ist ein Teil des Glaubens,&rsquo;<\/strong><a title=\" Sahieh Al-Bukhari, Sahieh Muslim.\" href=\"http:\/\/www.islamreligion.com\/de\/articles\/21\/#_ftn15521\">[1]<\/a><em>&nbsp;<\/em>&nbsp;und dieser Teil des Glaubens muss im Herzen liegen.&nbsp;<\/span><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\">Halte dich zur&uuml;ck in der Rede. &nbsp;Wie alles im Islam, sollte das Sprechen gem&auml;&szlig;igt sein.&nbsp; Die Stimme im &Auml;rger zu erheben, zeigt lediglich die Unf&auml;higkeit des Menschen, sich zu beherrschen, und es wird nur Schaden davon ausgehen. &nbsp;Unkontrollierte Wut beispielsweise kann zu verbalem Missbrauch und physischen &Uuml;bergriffen auf den anderen f&uuml;hren, beides l&uuml;ftet den Schleier der Sch&uuml;chternheit, der einen umgibt, enth&uuml;llt das Ego, f&uuml;r das man sich sch&auml;men sollte.&nbsp; Der Prophet sagte:<\/span><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\"><strong>&ldquo;Eine starke Person ist nicht eine Person, die ihre Gegner zu Boden wirft. &nbsp;Eine starke Person ist die Person, die sich zur&uuml;ckh&auml;lt, wenn sie zornig ist.&rdquo; (<em>Sahieh al-Bukhari<\/em>)<\/strong><\/span><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\">Eine starke Person, die gl&auml;ubig ist, sch&auml;mt sich vor Gott und Seiner Sch&ouml;pfung, denn Gott weiss und sieht alles.&nbsp; Sie sch&auml;mt sich davor, ihrem Hernn ungehorsam zu sein und sie sch&auml;mt sich, wenn sie s&uuml;ndigt oder sich unangebracht verh&auml;lt, egal ob privat oder &ouml;ffentlich.&nbsp; Diese Art der Sittsamkeit ist erworben und steht in direkter Verbindung zum Glauben, wo das Bewusstsein von der Allgegenw&auml;rtigkeit Gottes die &bdquo;Schamhaftigkeit&ldquo; vor Ihm verst&auml;rkt.&nbsp;<\/span><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\">Die islamische Moral teilt Schamhaftigkeit in nat&uuml;rlich und erworben. &nbsp;Schamhaftigkeit ist eine Eigenschaft, die M&auml;dchen und Jungen angeboren ist, eine bestimmte Art der Schamhaftigkeit ist bei menschlichen Wesen ganz nat&uuml;rlich.&nbsp; Sie zeigt sich zum Beispiel darin, dass Menschen das Bed&uuml;rfnis haben, ihr Geschlecht zu bedecken.&nbsp; Gem&auml;&szlig; dem Qur&acute;an wurden sich Adam und Eva nachdem sie von der Frucht des verbotenen Baumes gegessen hatten, bewusst, dass ihre Geschlechter zu sehen waren, und sie begannen, sich mit den Bl&auml;ttern des Paradieses zu bedecken, als nat&uuml;rliches Ergebnis ihrer Schamhaftigkeit. &nbsp;<\/span><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\">Islamische Gelehrten sehen Schamhaftigkeit als eine Eigenschaft an, die Menschen von Tieren unterscheidet.&nbsp; Tiere folgen ihren Instinkten, ohne irgendwelche Scham oder irgendeinen Sinn f&uuml;r richtig und falsch zu haben. &nbsp;Je weniger Schamhaftigkeit eine Person daher besitzt, umso mehr &auml;hnelt sie den Tieren.&nbsp; Je mehr Schamhaftigkeit eine Person besitzt, umso n&auml;her ist sie den Menschen.&nbsp; Der Islam hat bestimmte Regelungen bestimmt, die den Sinn f&uuml;r Schamhaftigkeit im Menschen wecken.&nbsp; Diese Regelungen reichen davon, um Erlaubnis zu bitten, bevor man irgendeinen Raum betritt und davon, von anderen Abstand zu suchen, wenn man sich Erleichterung verschafft, bis hin zu bestimmten Bekleidungsvorschriften sowohl f&uuml;r M&auml;nner als auch f&uuml;r Frauen.&nbsp; Eine andere Form der Schamhaftigkeit kann erreicht werden, indem man sich den schamhaftigen Menschen anschlie&szlig;t &ndash; Menschen, in deren Gegenwart man sich sch&auml;mt, irgendetwas Sch&auml;menswertes zu tun &ndash; wie der Prophet sagte:<\/span><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\"><strong>&ldquo;Ich rate euch, Gott, dem Erhabenen, gegen&uuml;ber ebenso schamhaft zu sein, wie ihr es einem frommen Mann aus eurem Volk gegen&uuml;ber seid.&rdquo;<a title=\" Ahmad in seinem Werk: &bdquo;Az-Zuhd&rdquo;.\" href=\"http:\/\/www.islamreligion.com\/de\/articles\/21\/#_ftn15522\">[2]<\/a><\/strong><\/span><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\">Schamhaftigkeit vor dem Blick eines Fremden ist eine der Antriebskr&auml;fte hinter der Scham bei der Bekleidung.&nbsp; Dies kann man bei Kindern beobachten, die sich ganz nat&uuml;rlich vor Fremden sch&auml;men, sich manchmal hinter den R&ouml;cken ihrer Mutter oder den Beinen ihres Vaters verstecken.&nbsp; Im Islam ist es eine Pflicht, seinen K&ouml;rper vor den Blicken eines Fremden, insbesondere vom anderen Geschlecht, abzuschirmen, um Dinge zu vermeiden, die zu au&szlig;erehelichem oder vorehelichem Geschlechtsverkehr f&uuml;hren k&ouml;nnten.&nbsp; Gott sagte:&nbsp;&nbsp;<\/span><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\"><strong>&ldquo;Sag zu den gl&auml;ubigen M&auml;nnern, sie sollen ihre Blicke senken und ihre Scham h&uuml;ten.&nbsp; Das ist lauterer f&uuml;r sie.&nbsp; Gewiss, Gott ist Kundig dessen, was sie machen.&nbsp; Und sag zu den gl&auml;ubigen Frauen, sie sollen ihre Blicke senken und ihre Scham h&uuml;ten, ihren Schmuck nicht offen zeigen, au&szlig;er dem, was (sonst) sichtbar ist.&nbsp; Und sie sollen ihre Kopft&uuml;cher auf den Brustschlitz ihres Gewandes schlagen und ihren Schmuck nicht offen zeigen.<\/strong><strong>&rdquo;&nbsp;<\/strong><strong>(Quran 24:30)<\/strong><\/span><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\">Der Vers erw&auml;hnt dann die Menschen, vor denen man sich nicht zu verschleiern braucht; diejenigen, die nicht als &acute;Fremde&acute; bezeichnet werden k&ouml;nnen.&nbsp; Auch wird der Befehl gelockert, wenn man reifer wird: eine &auml;ltere Frau, die keine Hoffnung auf Heirat mehr hat, kann die &Uuml;berbekleidung weglassen, die das was sie darunter tr&auml;gt, verdeckt.<a title=\" Quran 24:60.\" href=\"http:\/\/www.islamreligion.com\/de\/articles\/21\/#_ftn15523\">[3]<\/a><\/span><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\">Wie man an diesem Vers sehen kann, sieht die islamische Ethik Schamhaftigkeit nicht lediglich als Wert f&uuml;r Frauen, sondern auch f&uuml;r M&auml;nner.&nbsp; Daher m&uuml;ssen auch M&auml;nner sich anst&auml;ndig bekleiden, darauf achten, weite, flie&szlig;ende und undurchsichtige Kleidung zu tragen, welche die Zone zwischen ihrem Bauch und den Knien v&ouml;llig bedeckt.&nbsp; Enge Hosen oder durchscheinende Kleidung sind verboten.&nbsp; Diese Schamhaftigkeit spiegelt sich bei muslimischen M&auml;nnern auf der ganzen Welt wieder: lange Hemden und weite, flie&szlig;ende Hosen.&nbsp;<\/span><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\">Es mag immer noch so scheinen, dass Frauen die Hauptlast der &ldquo;anst&auml;ndigen Bekleidung&rdquo; tragen.&nbsp; Wenn man aber &uuml;ber den R&auml;uber und die Beute in unerlaubten Beziehungen zwischen den Geschlechtern nachdenkt, dann ist die Beute, die versteckt ist, dem R&auml;uber als Opfer versagt.&nbsp; Au&szlig;erdem sagt ein anderer Vers, dass die Schamhaftigkeit in der Bekleidung einen tats&auml;chlich als gl&auml;ubige Frau identifiziert,<a title=\" Quran 33:59.\" href=\"http:\/\/www.islamreligion.com\/de\/articles\/21\/#_ftn15524\">[4]<\/a>&nbsp;ein &acute;Ziel&acute;, der der ergebene Muslim oder jeder vern&uuml;nftige Mann, lieber besch&uuml;tzen als missbrauchen sollte. &nbsp;<\/span><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\">Die Art und Weise, Schamhaftigkeit zu entwickeln, ist, dar&uuml;ber nachzudenken, ob er oder sie die S&uuml;nde, die sie vorhaben, auch vor seinen Eltern begehen w&uuml;rde. &nbsp;Jemand mit einem F&uuml;nkchen Schamgef&uuml;hl in seinem Herzen wird nie irgendetwas Unz&uuml;chtiges vor seinen Eltern tun.&nbsp; Wie sieht es also damit vor Gott aus?&nbsp; Ist Gott es nicht eher wert, dass solche Taten nicht vor Seinem Angesicht getan werden? &nbsp;Daher erhebt der Islam den Anspruch, dass die Schamhaftigkeit vor Gott gr&ouml;&szlig;er sein muss als vor den Menschen.&nbsp; Dies geht aus der Aussage des Propheten hervor, als er von einem Mann &uuml;ber das Nacktsein, wenn man allein im Hause ist, befragt wurde.&nbsp; Der Prophet antwortete:<\/span><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\"><strong>&ldquo;Gott geb&uuml;hrt das Schamgef&uuml;hl mehr als anderen Menschen.&rdquo; (<em>Abu Dawud<\/em>)<\/strong><\/span><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\">Fr&uuml;he Muslime pflegten zu sagen: &ldquo;Sch&auml;me dich genauso vor Gott, wenn du allein bist, wie du dich sch&auml;mst, wenn du in der &Ouml;ffentlichkeit vor den Menschen bist.&rdquo; &nbsp;Eine andere Aussage von ihnen ist: &bdquo;Benimm dich in der &Ouml;ffentlichkeit nicht wie ein ergebener Diener Gottes, wenn du Ihm im Privaten ein Feind bist.&rdquo;&nbsp;<\/span><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\">Schamhaftigkeit kann daher als ein Mittel angesehen werden, durch das Sitten und Moral in der Gesellschaft aufrecht erhalten und verfolgt werden. &nbsp;Schamhaftigkeit vor den Menschen und vor der Gesellschaft kann ein Grund daf&uuml;r sein, anst&auml;ndig zu sein, aber dieser Anstand wird nicht von Dauer sein, denn Tatsache ist, dass das, was einen Tag in einer sekul&auml;ren Gesellschaft als unanst&auml;ndig gilt, kann in einer anderen v&ouml;llig in Ordnung sein.&nbsp; Daher ist der Schl&uuml;ssel zum Anstand, zu wissen, dass Gott dessen gewahr ist, was du tust und sich sich vor dem zu sch&auml;men, was Er verbietet.&nbsp; Gott will nur das Beste f&uuml;r uns.&nbsp; Daher bedeutet das, zu suchen, was das beste f&uuml;r uns ist und &nbsp;uns dem zu unterwerfen, was Er f&uuml;r uns vergesehen hat.&nbsp; Der einzige Weg genau zu wissen, was das ist, ist an das zu glauben, was Er uns durch Seinen Propheten, Muhammad, herabgesandt hat, und die Religion (des Islam) anzunehmen, die uns Sein Gesandter gebracht hat.&nbsp;<\/span><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\r\n<div style=\"text-align: justify;\">\r\n<hr size=\"2\" \/>\r\n<\/div>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\"><strong>Footnotes:<\/strong><\/span><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\"><a title=\"Back to the refrence of this footnote\" href=\"http:\/\/www.islamreligion.com\/de\/articles\/21\/#_ftnref15521\">[1]<\/a>&nbsp;<em>Sahieh Al-Bukhari<\/em>,&nbsp;<em>Sahieh Muslim.<\/em><\/span><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\"><a title=\"Back to the refrence of this footnote\" href=\"http:\/\/www.islamreligion.com\/de\/articles\/21\/#_ftnref15522\">[2]<\/a>&nbsp;Ahmad in seinem Werk: &bdquo;<em>Az-Zuhd<\/em>&rdquo;.<\/span><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\"><a title=\"Back to the refrence of this footnote\" href=\"http:\/\/www.islamreligion.com\/de\/articles\/21\/#_ftnref15523\">[3]<\/a>&nbsp;Quran 24:60.<\/span><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\"><a title=\"Back to the refrence of this footnote\" href=\"http:\/\/www.islamreligion.com\/de\/articles\/21\/#_ftnref15524\">[4]<\/a>&nbsp;Quran 33:59.<\/span><\/p>\r\n<h1 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\">(teil 2 von 3): Geschichten &uuml;ber Sittsamkeit I<\/span><\/h1>\r\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\">Muhammad und Sittsamkeit vor Gott<\/span><\/h2>\r\n<p class=\"w-body-text-1\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\">Der Prophet, Gottes Segen und Frieden seien auf ihm, sagte:&nbsp;<\/span><\/p>\r\n<p class=\"w-hadeeth-or-bible\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\"><strong>&ldquo;Jede Religion hat ihre Merkmale, und das Merkmal des Islam ist Sittsamkeit.&rdquo; (<em>al-Muwatta<\/em>)<\/strong><\/span><\/p>\r\n<p class=\"w-body-text-1\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\">Sittsamkeit im Sinne von Sch&uuml;chternheit sch&uuml;tzt einen mit Anstand vor lustvollen oder schlechten Blicken, das bedeutet, man nimmt sich in acht, wie man sich in Wort und Tat ausdr&uuml;ckt.&nbsp; Man m&ouml;chte nicht, dass andere einen befremdet ansehen oder so als m&uuml;sse man sich sch&auml;men.&nbsp; Es ermutigt einen, ein anst&auml;ndiges Benehmen und eine anst&auml;ndige Denkweise anderen Menschen gegen&uuml;ber an den Tag zu legen, und auch in seiner Beziehung zu Gott.&nbsp; Der Prophet sagte einmal zu seinen Gef&auml;hrten:&nbsp;<\/span><\/p>\r\n<p class=\"w-hadeeth-or-bible\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\"><strong>&ldquo;Seid Gott gegen&uuml;ber sch&uuml;chtern gem&auml;&szlig; Seinem Recht auf Sittsamkeit Ihm gegen&uuml;ber.&rdquo;<\/strong><\/span><\/p>\r\n<p class=\"w-hadeeth-or-bible\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\"><strong>Sie sagten: &ldquo;O Gesandter Gottes, wahrhaftig, wir sch&auml;men uns, gepriesen sei Gott.&rdquo;<\/strong><\/span><\/p>\r\n<p class=\"w-hadeeth-or-bible\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\"><strong>Er sagte: &ldquo;Das ist es nicht. &nbsp;Sittsamkeit vor Gott wie es Seinem Recht entspricht, ist dass ihr euren Verstand bei dem, was er lernt, besch&uuml;tzt; euren Magen bei dem, was er verdaut.&nbsp; Und gedenkt des Todes und der Pr&uuml;fungen, die damit zusammenh&auml;ngen; und wer auch immer das Jenseits anstrebt, l&auml;&szlig;t den Schmuck dieses Lebens.<\/strong><\/span><\/p>\r\n<p class=\"w-hadeeth-or-bible\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\"><strong>Wer also dies alles tut, ist wirklich sch&uuml;chtern vor Gott, Seinem Recht auf Sittsamkeit entsprechend.&rdquo;<a title=\" Diese Umschreibung einer prophetischen &Uuml;berlieferung finden wir in der Sammlung von Tirmidthi. \" href=\"http:\/\/www.islamreligion.com\/de\/articles\/398\/#_ftn15530\">[1]<\/a><\/strong><\/span><\/p>\r\n<p class=\"w-body-text-1\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\">Sittsamkeit und Schamhaftigkeit kommen in jedem Aspekt unseres Lebens zum Ausdruck, und das Bewusstsein von der Allgegenw&auml;rtigkeit Gottes hilft uns dabei, sch&uuml;chtern und anst&auml;ndig zu sein in der Art wie wir uns in jeder allt&auml;glichen Angelegenheit verhalten.&nbsp; Dies kr&ouml;nt den moralischen Anstand des Benehmens und der Taten, denn es inspiriert uns dazu, alles Sch&ouml;ne zu tun und alles Schlechte zu unterlassen. &nbsp;Es ist das Schutzschild der Keuschheit f&uuml;r den K&ouml;rper und der Reinheit der Seele, denn das Schamgef&uuml;hl &uuml;ber unsere Schlechtigkeit entstammt dem Bewusstsein, dass Gott uns sieht.&nbsp; Der Prophet sagte:<\/span><\/p>\r\n<p class=\"w-hadeeth-or-bible\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\"><strong>&ldquo;Die Schamhaftigkeit ist vom Glauben und der Glaube ist im Paradies.&rdquo; (<em>Ahmed<\/em>)<\/strong><\/span><\/p>\r\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\">Muhammad und das Hochzeitsmahl<\/span><\/h2>\r\n<p class=\"w-body-text-1\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\">Zu seiner Hochzeit in Medina mit Zainab, der Tochter von Jahsch, lud der Prophet die Menschen zu einem Hochzeitsessen ein. &nbsp;Es war eine Einladung am sp&auml;ten Vormittag und die meisten Menschen standen nach dem Essen auf und gingen, wie es der Brauch war.&nbsp; Der Br&auml;utigam aber blieb sitzen und manche Leute ebenfalls, vielleicht dachten sie, es sei ein Zeichen, dass auch sie bei ihm bleiben sollten, nachdem die anderen G&auml;ste bereits weggegangen waren.&nbsp; Aus Anstand wollte der Gesandte Gottes den Menschen nicht sagen, dass sie gehen sollten und so verlie&szlig; er mit seinem Sch&uuml;tzling Ibn Abbas den Raum.&nbsp;<\/span><\/p>\r\n<p class=\"w-body-text-1\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\">Er ging so weit wie das Zimmer Aischas, einer anderen seiner Frauen, bevor er wieder zu Zainabs Zimmer zur&uuml;ckging, in der Erwartung, dass die G&auml;ste den Hinweis verstanden haben. &nbsp;Aber sie waren noch immer dort und sa&szlig;en an ihren Pl&auml;tzen, also wandte er sich nochmals um und ging zur&uuml;ck bis zu Aischas Zimmer, noch immer in Begleitung seines Sch&uuml;tzlings.&nbsp;<\/span><\/p>\r\n<p class=\"w-body-text-1\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\">Als er zum zweiten Mal zur&uuml;ckkam, waren die Leute fort, also ging der Gesandte Gottes hinein. &nbsp;Ibn Abbas wollte ihm folgen, aber Muhammad nahm den trennenden Vorhang und zog ihn vor die Eingangst&uuml;r, den Ausgang blockierend.<a title=\" Ibn Abbas berichtete diese Geschichte in einer prophetischen &Uuml;berlieferung bei Al-Bukhari. \" href=\"http:\/\/www.islamreligion.com\/de\/articles\/398\/#_ftn15531\">[2]<\/a><\/span><\/p>\r\n<p class=\"w-body-text-1\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\">Eine der Lektionen, die wir aus dieser Geschichte ziehen sollten, ist dass das Haus einer Person privat ist und dass man sich sch&auml;men sollte, eine Einladung dorthin auszunutzen.&nbsp; Dar&uuml;berhinaus weil Muhammad zu nett war, um die Menschen aufzufordern, zu gehen, liefern seine Taten ein Beispiel daf&uuml;r, wie man eine Lektion erteilt, ohne offensiv zu sein.&nbsp; Er benutzte keine Worte, um den Menschen zu zeigen, dass sie gehen sollten, und als seine Privatsph&auml;re betroffen war, verwendete er eine andere Geste ohne Worte, um zu zeigen, dass die Einladung vorbei war.<\/span><\/p>\r\n<p class=\"w-body-text-1\" style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\r\n<p class=\"w-body-text-1\" style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\r\n<p class=\"w-body-text-1\" style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\r\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\">Moses und Zaphorah<\/span><\/h2>\r\n<p class=\"w-body-text-1\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\">Nachdem sie lange Zeit gewartet hatten, bis sie an der Reihe waren, als zwei Frauen unter lauter M&auml;nnern, half ihnen schlie&szlig;lich jemand, und sie waren in der Lage, ihre Schaf- und Ziegenherde nach Hause zu bringen.&nbsp; Ihr Vater war alt, und sie hatten keinen Bruder, der ihre Pflichten au&szlig;erhalb erledigen konnte.&nbsp; Eine der beschwerlichsten Aufgaben, Wasser aus dem Brunnen zu holen, um die Tiere zu tr&auml;nken, war eine Arbeit f&uuml;r M&auml;nner; ein gl&uuml;cklicher Tag f&uuml;r sie, mit der frisch getr&auml;nkten Herde fr&uuml;hzeitig nach Hause zu kommen.&nbsp; Der Vater war &uuml;ber ihre zeitige R&uuml;ckkehr &uuml;berrascht und als er sie fragte, was geschehen sei, erz&auml;hlten seine T&ouml;chter ihm, dass ein Mann, scheinbar ein Reisender, ihnen geholfen habe. &nbsp;Der Vater bat eine von ihnen, den Mann zu suchen und zu ihnen nach Hause einzuladen.&nbsp; Zur&uuml;ck am Brunnen n&auml;herte sich die Frau ihm sch&uuml;chtern.&nbsp; Als sie in H&ouml;rweite war, lud sie ihn im Namen ihres Vaters ein, damit er ihn f&uuml;r seine Hilfe danken konnte.&nbsp; Er hatte seinen Blick zum Boden niedergeschlagen, als er ihr antwortete und sagte, er habe es nur f&uuml;r Gott getan und brauche keine Entlohnung.&nbsp; Aber ihm wurde klar, dass Gott ihm Hilfe sandte, daher nahm er die Einladung an.&nbsp; Als sie vor ihm ging, wehte der Wind ihr Kleid und zeigte einen Teil ihrer Beine, deshalb bat er sie, hinter ihm zu gehen und ihm den Weg zu weisen, dem er folgen sollte, als er an eine Weggabelung kam.<\/span><\/p>\r\n<p class=\"w-body-text-1\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\">Sobald sie im Haus angekommen waren, empfing der Vater ihn mit einem Mahl und fragte, woher er k&auml;me. &nbsp;Der Mann berichtete, er sei ein Fl&uuml;chtling aus &Auml;gypten.&nbsp; Die Tochter, die ihn nach Hause gebracht hatte, fl&uuml;sterte ihrem Vater zu: &bdquo;O Vater, heuere ihn an, denn der beste Arbeiter ist der, der stark und vertrauensw&uuml;rdig ist.&ldquo;&nbsp;<\/span><\/p>\r\n<p class=\"w-body-text-1\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\">Er fragte sie: &ldquo;Woher weisst du, dass er stark ist?&rdquo;&nbsp;<\/span><\/p>\r\n<p class=\"w-body-text-1\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\">Sie sagte: &ldquo;Er hob den steinernen Deckel des Brunnens, der sonst nur von vielen zusammen angehoben werden kann.&rdquo;&nbsp;<\/span><\/p>\r\n<p class=\"w-body-text-1\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\">Er fragte sie: &bdquo;Woher weisst du, dass er vertrauensw&uuml;rdig ist?&ldquo;&nbsp;<\/span><\/p>\r\n<p class=\"w-body-text-1\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\">Sie sagte: &ldquo;Er bat mich, hinter ihm zu gehen, damit er mich nicht sehen k&ouml;nnte, wie ich gehe, und als ich mit ihm sprach, hielt er seinen Blick aus Sch&uuml;chternheit und Respekt gesenkt.&rdquo;<\/span><\/p>\r\n<p class=\"w-body-text-1\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\">Dies war der Prophet Moses, Gottes Friede sei mit ihm, der aus &Auml;gypten geflohen war, nachdem er jemanden get&ouml;tet hatte und der Vater der M&auml;dchen war ein gottesf&uuml;rchtiger Mann vom Stamm Midian; ein Mann, der keine S&ouml;hne besa&szlig;, aber diese beiden T&ouml;chter.&nbsp;<\/span><\/p>\r\n<p class=\"w-body-text-1\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\">Der Vers aus dem Qur&acute;an, der uns diese Geschichte berichtet, betont die Art und Weise, wie sie sich Moses n&auml;herte: &nbsp;<\/span><\/p>\r\n<p class=\"w-quran\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\"><strong>&ldquo;Und eine der beiden (Frauen) kam zu ihm gelaufen voller Scham&hellip;&rdquo; (Quran 28:25)<\/strong><\/span><\/p>\r\n<p class=\"w-body-text-1\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\">Sowohl die Art, wie Zaphorah sich Moses n&auml;herte als auch seine Sorge, nicht mehr von ihr zu sehen, als zu der Zeit n&ouml;tig war, beschreibt genau diesen Sinn f&uuml;r Anstand.&nbsp; Keiner der beiden hatte eine Anstandsdame, noch h&auml;tten irgendwelche Menschen sehen k&ouml;nnen, was sie taten, und dennoch verhielten sich beide &auml;u&szlig;erst schicklich.&nbsp; Dies taten sie aus Furcht vor dem Einen, der alles sieht.&nbsp; Als Ergebnis dessen betrachtete Moses sie, als ihr Vater Moses vorschlug, eine seiner T&ouml;chter zu heiraten, als eine geeignete Wahl.&nbsp; Er und seine T&ouml;chter sahen in ihm alle die Werte, die ein Mann braucht, um einer Frau ein Partner im Einverst&auml;ndnis mit seiner F&uuml;hrung und Ern&auml;hrung im Leben zu sein.&nbsp; Moses willigte ein und auch darin, zehn Jahren daf&uuml;r als Schafhirte zu arbeiten.<\/span><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\r\n<div style=\"text-align: justify;\">\r\n<hr size=\"2\" \/>\r\n<\/div>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\"><strong>Footnotes:<\/strong><\/span><\/p>\r\n<p class=\"w-footnote-text\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\"><a title=\"Back to the refrence of this footnote\" href=\"http:\/\/www.islamreligion.com\/de\/articles\/398\/#_ftnref15530\">[1]<\/a>&nbsp;Diese Umschreibung einer prophetischen &Uuml;berlieferung finden wir in der Sammlung von<em>Tirmidthi.<\/em><\/span><\/p>\r\n<p class=\"w-footnote-text\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\"><a title=\"Back to the refrence of this footnote\" href=\"http:\/\/www.islamreligion.com\/de\/articles\/398\/#_ftnref15531\">[2]<\/a>&nbsp;Ibn Abbas berichtete diese Geschichte in einer prophetischen &Uuml;berlieferung bei&nbsp;<em>Al-Bukhari.<\/em><\/span><\/p>\r\n<h1 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\">&nbsp;(teil 3 von 3): Geschichten &uuml;ber Sittsamkeit II<\/span><\/h1>\r\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\">Muhammad und der Wiederaufbau der Kaaba<\/span><\/h2>\r\n<p class=\"w-body-text-1\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\">Die Moral des Propheten Muhammads, Gottes Segen und Frieden seien auf ihm, war der bekannteste Charakterzug seiner Pers&ouml;nlichkeit.&nbsp; Selbst als er noch sehr jung war, war sein Sinn f&uuml;r Schamhaftigkeit in der offenen Gesellschaft der Araber vor dem Islam bemerkenswert.&nbsp; Einmal nachdem die Sch&auml;tze aus dem Inneren gestohlen worden waren, bauten die Leute die Kaaba mit einem Dach wieder auf, um Diebe am nochmaligen Eindringen zu hindern.&nbsp; Muhammad, der noch ein junger Mann war, beteiligte sich daran.&nbsp; Er ging mit seinem Onkel, al-Abbas, um Steinbl&ouml;cke zu tragen.&nbsp; Sein Onkel sagte ihm, er solle seinen Sarong<a title=\" Ein Baumwollstoff, der um die H&uuml;fte gebunden wird und den Unterk&ouml;rper bis zu den Waden bedeckt.&nbsp; M&auml;nner in Indonesien, Malaysia und Thailand tragen es noch heute, und es wurde zuvor von arabischen M&auml;nnern verwendet (aber izar genannt).&nbsp; \" href=\"http:\/\/www.islamreligion.com\/de\/articles\/399\/#_ftn15544\">[1]<\/a>&nbsp;um seinen Nacken legen, um sich vor den scharfen Kanten der schweren Felsen zu sch&auml;tzen. &nbsp;<\/span><\/p>\r\n<p class=\"w-body-text-1\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\">Als er dabei war, diesen empfindlichen Rat auszuf&uuml;hren, wurde ihm schwindelig und er wurde ohnm&auml;chtig. &nbsp;Seine Augen blickten starr zum Himmel, w&auml;hrend er mit dem R&uuml;cken auf dem Boden lag, sein Sarong war gelockert, bedeckte aber noch immer sein Geschlecht.&nbsp; Wenige Augenblicke sp&auml;ter kam er zu sich und rief: &ldquo;Meine Kleidung&nbsp; meine Kleidung!&rdquo;<\/span><\/p>\r\n<p class=\"w-body-text-1\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\">Hastig band er seinen Sarong wieder sicher um sich.&nbsp; Niemals wieder in seinem Leben w&uuml;rde irgendjemand au&szlig;erhalb seiner Familie auch nur einen fl&uuml;chtigen Blick auf seine Lenden werfen.<\/span><\/p>\r\n<p class=\"w-body-text-1\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\">Die obrige Geschichte wurde von einem der Gef&auml;hrten des Propheten, Jabir bin Abdullah, berichtet und zeigt Muhammads st&auml;rksten Sinn f&uuml;r Schamhaftigkeit und Schicklichkeit &uuml;ber seinen K&ouml;rper eingegeben war, auch schon vor dem Prophetentum.&nbsp; Er war bekannt daf&uuml;r, dass er schamhafter war als die abgeschirmteste Jungfrau bevor und nachdem er die Offenbarung von Gott empfangen hatte.&nbsp;<\/span><\/p>\r\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\">Moses und die Sp&ouml;tter<\/span><\/h2>\r\n<p class=\"w-body-text-1\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\">Eine andere Geschichte &uuml;ber Moses, Friede sei mit ihm, zeigt, dass er &auml;hnlich scheu und sch&uuml;chtern war, wenn es um seinen eigenen K&ouml;rper ging, wie der junge Muhammad.&nbsp; Er erschien niemals vor jemandem, ohne sich vollst&auml;ndig zu bedecken, was einige aus seinem Volk (den Kindern Israels) dazu f&uuml;hrte, ihn verletzend herabzuw&uuml;rdigen.&nbsp; Sie sagten: &bdquo;Er bedeckt seinen K&ouml;rper nur auf diese Weise, weil er einige Hautsch&auml;den hat, entweder Lepra einen Bruch, oder er hat irgendeine andere Behinderung.&rdquo;<\/span><\/p>\r\n<p class=\"w-body-text-1\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\">Gott wollte Moses &uuml;ber das, was sie sagten, aufkl&auml;ren.&nbsp; Eines Tages, als Moses in der Abgeschiedenheit seine Sachen abgelegt und auf einen Stein gelegt hatte, begann er, ein Bad zu nehmen.&nbsp; Als er das Bad beendet hatte, ging er zu seinen Sachen hin&uuml;ber, um sie zu nehmen und wieder anzulegen, aber der Stein bewegte sich mit den Kleidern und floh.&nbsp; Trotz seiner Nacktheit ergriff Moses seinen Stock und rannte hinter dem Stein her und rief: &bdquo;O Stein, gib&acute; mir meine Kleider!&ldquo;<\/span><\/p>\r\n<p class=\"w-body-text-1\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\">Aber der Stein floh weiter, bis er eine Gruppe der Israeliten erreichte, wo er anhielt. &nbsp;Auf diese Weise waren sie in der Lage, ihn nackt zu sehen und herauszufinden, dass seine Gestalt eine der besten war, die Gott geschaffen hatte.&nbsp;<\/span><\/p>\r\n<p class=\"w-body-text-1\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\">So zeigte Gott ihnen, wof&uuml;r sie ihn beschuldigt hatten. &nbsp;Moses aber war aufgebracht.&nbsp; Er nahm seine Kleider und legte sie hastig an, und dann fing er an, den Stein mit seinem Stock zu schlagen.&nbsp; Der Prophet des Islam, derjenige, der die Geschichte erz&auml;hlt hat, schwor, dass der Stein immer noch Spuren von den Schl&auml;gen hatte, sogar noch heute; drei, vier oder f&uuml;nf Narben.&nbsp; Dies ist es, worauf sich Gott in Seiner Aussage bezog:<\/span><\/p>\r\n<p class=\"w-quran\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\"><strong>&ldquo;O ihr, die ihr glaubt! &nbsp;Seid nicht wie jene, die Moses kr&auml;nkten; Gott jedoch bewies seine Unschuld in der Sache, die sie (gegen ihn) vorbrachten.&nbsp; Und er war ehrenwert vor Gott.&rdquo; (Quran 33:69)<\/strong><\/span><\/p>\r\n<p class=\"w-body-text-1\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\">Diese Geschichte zeigt, wie sich Moses sch&auml;mte, seinen K&ouml;rper in der &Ouml;ffentlichkeit zu zeigen. &nbsp;In der Tat war es nur seine Wut dar&uuml;ber, der Barriere zwischen seinem K&ouml;rper und der Welt beraubt zu sein, die ihn dazu f&uuml;hrte, zu gestatten, dass sein ganzer K&ouml;rper gesehen wurde; ein Zeigen, das dem Willen Gottes entsprang, damit die Verleumdungen durch seine Widersacher aufgekl&auml;rt wurden. &nbsp;Nat&uuml;rlich machte er nicht Gott daf&uuml;r verantwortlich, sondern lie&szlig; seine Wut an dem Stein aus &ndash; das Mittel, durch das diese Zurschaustellung angetrieben wurde, und so wurde seine Unschuld von dem, was die Verleumder behaupteten, bewiesen.<\/span><\/p>\r\n<h2 style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\">Muhammad und die Quelle im Garten<\/span><\/h2>\r\n<p class=\"w-body-text-1\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\">Die Ansichten der Menschen &uuml;ber das, was respektabel ist, variieren.&nbsp; Wie viel eine Frau von ihrem K&ouml;rper vor ihren Ehemann zeigt, unterscheidet sich von dem, was sie ihrem Bruder zeigt, was sich wiederum von dem unterscheidet, was sie einem absolut Fremden zeigt und umgekehrt. &nbsp;Es ist auch wahr, bez&uuml;glich dessen, was gestattet ist, von Menschen desselben Geschlechts zu sehen.&nbsp; Was ein Vater, Bruder oder Sohn von einander sehen k&ouml;nnen, unterscheidet sich von dem, was einem Mann au&szlig;erhalb des Familienkreises gestattet ist zu sehen; ebenso was eine Mutter, Tochter oder Schwester von einander sehen im Gegensatz zu einer fremden Frau.&nbsp;<\/span><\/p>\r\n<p class=\"w-body-text-1\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\">Der Prophet ging einmal in einen Garten, er bat seinen Gef&auml;hrten Abu Musa al-Asharie, das Tor zu bewachen.&nbsp; In dem Garten gab es eine Quelle, und er setzte sich gegen seine Mauer und lie&szlig; die Beine darin baumeln.&nbsp; Nach einer Weile kam Abu Bakr vorbei und wollte den Garten betreten.&nbsp; Abu Musa ging zum Propheten, um ihm zu sagen, dass sein Schwiegervater den Garten mit ihm teilen wolle, da sagte der Prophet: &bdquo;Verk&uuml;nde ihm die gute Nachricht, dass ihn die G&auml;rten des Paradieses erwarten und lass ihn herein.&ldquo;&nbsp;<\/span><\/p>\r\n<p class=\"w-body-text-1\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\">Also betrat Abu Bakr, Aischas Vater, den Garten und sa&szlig; neben dem Propheten, dessen Sarong bis &uuml;ber seine Knie hochgezogen war und lie&szlig; seine Beine mit ihm in der Quelle baumeln. &nbsp;Kurz darauf tauchte Umar al-Khattab auf.&nbsp; Er wollte sich ebenfalls in dem Garten entspannen.&nbsp; Wieder ersuchte Abu Musa den Propheten um Erlaubnis f&uuml;r ihn, indem er sagte, ein weiterer seiner Schwiegerv&auml;ter sei am Tor.&nbsp; Er sagte: &bdquo;Verk&uuml;nde ihm die gute Nachricht, dass ihn die G&auml;rten des Paradieses erwarten und lass ihn herein.&ldquo;<\/span><\/p>\r\n<p class=\"w-body-text-1\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\">Umar, Hafsas Vater nahm an&nbsp; der freien Seite des Propheten Platz und lie&szlig; seine Beine neben ihm im Wasser baumeln. &nbsp;<\/span><\/p>\r\n<p class=\"w-body-text-1\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\">Diese beiden M&auml;nner hatten die Empfindlichkeit neben dem Propheten zu sitzen und so war der Prophet in der Lage, Anstand zu bewahren, ohne seine untere Bekleidung &uuml;ber seine Knie ziehen zu m&uuml;ssen.<\/span><\/p>\r\n<p class=\"w-body-text-1\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\">Einige Zeit darauf ersuchte sein Schwiegersohn Uthman al-Affan, den seine Tochter Ruqayyah geheiratet hatte, ebenfalls um Eintritt in den Garten.&nbsp; Als Abu Musa die Botschaft &uuml;berbrachte, indem er sagte: &bdquo;Die G&auml;rten des Paradieses erwarten dich nach einigen Pr&uuml;fungen&ldquo; und lie&szlig; ihn herein.&nbsp; Uthman sah, dass der einzige freie Platz an einer Mauer die war, an welcher der Prophet und seine Schwiegerv&auml;ter nicht sa&szlig;en, was aber bedeutete, dass er mehr von den Beinen des Propheten zu sehen bek&auml;me als sie.&nbsp; Da er z&ouml;gerte, zog der Prophet seinen Sarong &uuml;ber seine Knie und Uthman nahm ihm gegen&uuml;ber Platz.<a title=\" Eine Lektion, die aus dieser Geschichte interpretiert wurde, war dass sie ein Zeichen daf&uuml;r setzte, dass seine Schwiegerv&auml;ter neben ihm beerdigt w&uuml;rden, wenn sie starben, aber sein Schwiegersohn etwas weiter entfernt, wie es tats&auml;chlich auch eintrat. &nbsp;(F\" href=\"http:\/\/www.islamreligion.com\/de\/articles\/399\/#_ftn15545\">[2]<\/a><\/span><\/p>\r\n<p class=\"w-body-text-1\" style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\r\n<p class=\"w-body-text-1\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\">Der Islam lehrt, dass es einige K&ouml;rperstellen gibt, die in der &Ouml;ffentlichkeit nicht entbl&ouml;&szlig;t werden sollten und je n&auml;her diese Stellen dem Geschlecht sind, desto mehr ist es verboten, sie zu zeigen.&nbsp; Obwohl alle drei M&auml;nner, die mit ihm sa&szlig;en, durch enge Familienbande mit ihm verbunden waren, was der Grund daf&uuml;r war, dass er sie seine Knie sehen lassen hat.&nbsp; Als aber die Oberschenkel des Propheten h&auml;tten gesehen werden k&ouml;nnen, hat er etwas unternommen, um sie zu verstecken.<\/span><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\r\n<div style=\"text-align: justify;\">\r\n<hr size=\"2\" \/>\r\n<\/div>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\"><strong>Footnotes:<\/strong><\/span><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\"><a title=\"Back to the refrence of this footnote\" href=\"http:\/\/www.islamreligion.com\/de\/articles\/399\/#_ftnref15544\">[1]<\/a>&nbsp;Ein Baumwollstoff, der um die H&uuml;fte gebunden wird und den Unterk&ouml;rper bis zu den Waden bedeckt.&nbsp; M&auml;nner in Indonesien, Malaysia und Thailand tragen es noch heute, und es wurde zuvor von arabischen M&auml;nnern verwendet (aber izar genannt).&nbsp;<\/span><\/p>\r\n<p class=\"w-footnote-text\" style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-size: large;\"><a title=\"Back to the refrence of this footnote\" href=\"http:\/\/www.islamreligion.com\/de\/articles\/399\/#_ftnref15545\">[2]<\/a>&nbsp;Eine Lektion, die aus dieser Geschichte interpretiert wurde, war dass sie ein Zeichen daf&uuml;r setzte, dass seine Schwiegerv&auml;ter neben ihm beerdigt w&uuml;rden, wenn sie starben, aber sein Schwiegersohn etwas weiter entfernt, wie es tats&auml;chlich auch eintrat. &nbsp;(<em>Fath-al-Bari<\/em>)<\/span><\/p>\r\n<p style=\"text-align: justify;\">&nbsp;<\/p>\r\n<h1 style=\"text-align: justify;\"><\/h1>","excerpt":"","terms":null,"visibility_roles":"","comment_status":1,"comment_count":0,"read_counter":13259,"lft":1996,"rght":1997,"promote":1,"sticky":0,"status":1,"publish_start":null,"publish_end":null,"created_at":"2014-08-15T01:44:00.000000Z","updated_at":"2026-04-03T22:18:44.000000Z","language_id":7,"user_id":7,"author_id":97,"publisher_id":0,"category_id":17,"parent_id":1109,"books":[],"fatawas":[],"videos":[],"audios":[],"author_name":"www.islamreligion.com - Islam Religion Website","category_name":"Morals & Ethics","category_slug":"Morals-and-Ethics","get_date":"2014-08-15","pdf_asset":"http:\/\/www.islamland.com\/uploads\/articles\/de-Modesty.pdf","word_asset":"http:\/\/www.islamland.com\/uploads\/articles\/de-Modesty.docx"},"translations":[],"article_books":[],"article_fatawas":[],"article_videos":[],"article_audios":[],"url":"http:\/\/www.islamland.com\/index.php\/esp\/api\/articles\/sittsamkeit"}